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abhijit bossotto

personal thoughts in an impersonal world

Das Schweizer Volk hat entschieden… und bleibt menschlich!

Ich hatte schon nicht mehr an ein Wunder geglaubt. Trotz der widerlichen SVP-Propaganda und dessen unsäglichen Mitläufern hat das Schweizer Stimmvolk am Sonntag, 01. Juni 2008 die in meinen Augen rassistische und willkürliche Volksinitiative «Für demokratische Einbürgerungen» wuchtig abgelehnt. Sogar in Kantonen, die man eigentlich nicht unbedingt als «fremdenfreundlich» bezeichnen würde, haben sich zu einem «Nein» entschlossen.

«Der Einfluss fremder Kulturen, Mentalitäten und Religionen wird in der Schweiz weiter zunehmen. Ebenso werden die negativen Begleiterscheinungen der Masseneinbürgerungen schlecht integrierter Ausländer (Gewaltkriminalität und Sozialmissbrauch) weiter zunehmen.»

(Zitat, Quelle: http://www.svp.ch/?page_id=3750)

Was soll man zu solchen Aussagen nur sagen? Die ewigen Gestrigen, Erz-Konservativen werden sich wohl daran gewöhnen müssen, dass die Schweiz kein eigener Kontinent ist…. Aber, wenn die schon in die Geschichtsstunden geschwänzt haben, wird es wohl bei Geografie auch nicht anders sein…

Inzest: Ein Gedanke…

Auf dem lawblog wird gerade über ein Urteil in einem Inzest-Fall diskutiert.

Und einige Schreiber sind der Meinung, dass Inzest fortan doch straflos sein müsste.
Ihre Meinung. Ihr gutes Recht. Nur, ich frage mich, wer müsste dann für die Pflege/Therapie/etc. aufkommen, sollte aus einer Inzest-Verbindung eines Tages ein Kind entstehen, welches körperliche oder geistige Schäden aufweist? Die Allgemeinheit oder die Menschen, die das bewusst in Kauf genommen haben?

(Ich weiss, das mag nun sehr, sehr polarisiert tönen…)

Opposition? Na und?

Auch zwei Tage nach der Demütigung des – definitiv – abgewählten Bundesrates, gibt sich die «wählerstärkste» und «volksnahe» Partei immer noch als kleines, trotziges Kind zu erkennen, das den Parlamentswillen nur ungerne akzeptiert und diesen nun für ihren Gang in die «Opposition» ausschlachtet.

Dabei vergessen die machtgierigen und verblendeten «Volkspolitiker» offenbar einige Punkte und rücken sich die Realität – wie sie das ja schon so oft tun – ganz nach eigenem Belieben zurecht.

«Volkswille missachtet»

Der Wille des Volkes wurde keineswegs missachtet. Zudem stellen knapp 30 % Wählerschaft keine Mehrheit dar. Und auch diese 30 % Wählerschaft steht nicht voll hinter Bundesrat Blocher oder den anderen Hardlinern aus Zürich. Viele fühlen sich sonst mit der Partei verbunden. Allerdings hat sich die Partei mit ihrer Personifizierung – Blocher = SVP – selber den dünnen Ast abgesägt, auf welchen sie sich begab. Denn, auch ein Blocher sollte sich an die üblichen Gepflogenheiten halten, auch wenn dies vielleicht für einen Bundesratsbruder nicht gelten muss…

«Konkordanz»

Was die lieben strammen «Parteisoldaten» aus Zürich oft in den letzten Stunden vergessen ist, dass alle anderen Parteien ihnen sehr wohl zwei Bundesratssitze zugestehen. Sich aber gegen eine Wahl von Blocher gestellt haben. Blocher wurde damals unter massivem Druck in den Bundesrat gehievt und hat sich nie von seiner Oppositionsführer-Rolle losgelöst. Warum auch?

«Opposition»

Jetzt will die «Volkspartei» also in die Opposition. Nur was heisst das für eine Partei, die sich so stark auf einen einzigen «Führer» versteift und der keine Alternative duldet. Was bedeutet das für eine Partei, die gemässigtere Kräfte aus Kommissionen ausschliesst oder ihre eigenen zwei Bundesräte – zwei hat sie ja immer noch! – aus den eigenen Fraktionen ausschliesst?

Natürlich kann sie nun den Staatsbetrieb lahm legen. Nur irgendwann werden die blinden Blocher-Wähler einfach merken, dass sie dem falschen «Führer» gefolgt sind. Es ist nur eine Frage der Zeit.

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