Menü

abhijit bossotto

personal thoughts in an impersonal world

Mein Spass

Dass das Leben nicht einfach ist, habe ich bereits in einem anderen Eintrag niedergeschrieben. Das Leben ist wahrlich nicht einfach und hält so manche Hürde bereit, die hoch und unerwartet auftauchen. Da wäre es schon einigermassen wichtig, dass man nicht blind durchs Leben trampelt.

Meinen letzten Artikel über die «Dummheit» habe ich mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen – nein, ich werde ihn weder streichen noch zensieren oder in irgendeiner Form verändern. Er gefällt mir und spiegelt klar wieder, was ich denke.

Ich weiss auch aus eigener, höchst persönlicher, verletzender und trauriger Erfahrung, wie das Leben sein kann. Schon oft musste ich feststellen, wie oberflächlich die Welt doch ist, in der wir leben. Das Problem ist, dass diejenigen, die das wissen, wohl selber nicht wirklich die Kraft haben, das zu ändern. Es wäre ja nur ein Tropfen in den Ozean getragen und ganz ehrlich: Die Zeit kann man für etwas Besseres investieren.

Ich nehme mir aber jeden Tag die Zeit, die wirklich «dummen» Leute zu ärgern. Nichts macht mir mehr spass zu sehen, wie sie in meine «verbalen» Fallen tappen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Problemlösung?

Nein, ich habe kein Rezept gegen die Dummheit… Leider…

Aber ich denke, der Mensch ist bei vielen Problemen (z. B. Umweltschutz, etc.) ein Teil des Problems und nicht der Lösung. Welche Konsequenz ziehen wir daraus?

Von Dummen und so.

Tja, das Leben ist nicht wirklich einfach. Okay, man kann natürlich mit geschlossenen Augen und verstopften Ohren durch die Welt straucheln wie ein Elefant im Porzellanladen. Dieser würde aber zumindest versuchen, so schnell wie möglich wieder aus der Gefahrenzone zu verschwinden – natürlich mit Kolateralschäden zuhauf. Aber immerhin: ein Ende mit Schrecken.

Der Homo Sapiens, der «weise, kluge Mensch» (siehe auch: Wikipedia-Artikel) , hingegen ist sich nicht zu schade, selbst den grössten Unsinn in einer Überzeugtheit zu erzählen, die schon beinahe an Arroganz grenzt. Die eigene Blödheit wird schlichtweg ausgeblendet und durch vermeintliches «Wissen» ersetzt. Tja, so blind müsste man sein.

Aber natürlich ist das Leben nicht so, dass man «Blödheit» und «Weissheit» direkt erkennt. Leider ist es bisher biologisch noch nicht möglich, auf der Stirn gewisser Zeitgenossen eine rote Leuchtdiode zu implantieren, die – immer wenn mal wieder das Hirn aus- und der Mund eingeschaltet wird – blinkt. Wahrscheinlich hätten dann einige Flugzeuge Probleme, die passende Landebahn zu finden…

Gewiss, ich habe mit vielen Menschen zu tun, die das Ding, das zwischen ihren Ohren sitzt und die Leere in ihrem Kopf ausfühlt, nicht benutzen; aber manchmal frage ich mich schon, wie diese Leute gelernt haben, aufrecht zu gehen. Was wäre denn dann der Unterschied zu unseren haarigen Freunden, die wir uns immer mal wieder im Zoo ansehen und dabei denken, wie verschieden wir doch eigentlich sind?

Nein, ich denke nicht, dass Dummheit/Blödheit eine Frage der Vererbung ist. Es ist schlichtergreifend blosse Faulheit. Die Faulheit, selber zu denken, selber mitzudenken und last but not least: Den eigenen Verstand zu gebrauchen.

Um zurück zum Elefanten zu kommen, den ich eingangs bemüht habe (er möge mir das hoffentlich verzeihen!). Ein Elefant vergisst nie. Wer ihn einmal geschlagen, getreten – kurz verletzt – hat, den vergisst er nie wieder. Er lernt aus seinen Fehlern.

Was die sanften Riesen können, sollte doch eigentlich auch für einen Menschen möglich sein. Aber nein, natürlich nicht. Es wäre ja auch zu schön.

Man kann geteilter Meinung sein, man kann andere Einstellungen toll finden und man kann natürlich sein Leben nur den schnöden Dingen widmen und sicherlich gibt es auch einige Talkshows auf Privatsendern, die sich dafür interessieren und ein anständiges Honorar bezahlen, damit man sich auch ja wieder den täglichen Alkohol einfüllen kann.

Aber meistens begnügen sich solche Zeitgenossen ja nicht mit alltäglich ausgestrahlten, beinahe trivialen Sendungen und Sendeplätzen. Sie lieben es, andere Menschen zu nerven, ihnen die Zeit zu stehlen und sie mit Nichtigkeiten zu belästigen.

Dabei verwechseln sie meistens Niveau mit Arroganz und Stil mit Primitivität.

Schade. Aber die Dummen sterben wohl nie aus.