Neues Intro für fern-gesehen.com

Es gibt zwei Magazine im Netz, die ich mir regelmässig anschaue: «FernsehkritikTV» und «fern gesehen». Ersteres ist Bestandteil eines empfehlenswerten Abos, bei dem man sich die Bestandteile selber aussuchen kann (unter anderem auch ein sehr sehenswertes Magazin von Lars, «PRESSESCH(L)AU»), letzteres ist ein seit 2010 in unregelmässigen Abständen erscheinendes Format von Lars Golenia (Twitter: @larsgolenia).

In den durchschnittlich zwanzig Minuten langen Folgen schaut er sich eine Sendung an und kommentiert diese auf witzige Weise und bringt so den Zuschauer dazu, über seine Sehgewohnheiten nachzudenken.

Ich weiss nicht mehr, wie ich auf seine Videos aufmerksam wurde, seit ich sie jedoch kenne, bin ich ein ziemlicher Fan von Lars und schätze seine Arbeit sehr. Im Folgenden möchte ich meine – natürlich rein subjektiven – Gründe dafür auflisten:

  • Lars’ Humor ist äusserst erfrischend und hebt sich vom dumpfen «Frauen sind so – Männer sind aber auch so»-Humor ab. Er unterlässt es auch, sich über Menschen lustig zu machen, die es ohnehin schon schwer im Leben haben.
  • Peniswitze: Ich glaube, es gibt keinen deutschsprachigen Kabarettisten, der für seine Peniswitze so bekannt ist wie Lars. Okay, die meisten Witze sind sehr flach aber immerhin noch ein Niveau höher als die Witze von Mario Barth.
  • Besonders witzig sind die Folgen, in denen Lars nicht alleine ist. Witzig gerade deshalb, weil sein Partner nicht zum blossen Stichwortgeber degradiert wird, sondern einen eigenständigen Humor hat.
  • Die Videos sind – für meinen Geschmack zu(!) – kurz. Aber dadurch auch sehr kompakt und die konzentrierte Dosis an Humor ist der Sache nicht abträglich. Es gibt (fast) keine Längen.
  • Lars kritisiert das TV-Programm, ohne dabei zu «moralisieren». Er überlässt das in einigen frühen Folgen seinem alter Ego «Sral».

Inzwischen gibt es über 50 Folgen von «fern-gesehen». Allesamt kann man sich kostenlos auf seiner Webseite oder auf seinem Youtube-Channel ansehen.

Leider ist die Veröffentlichungsfrequenz in den letzten Monaten stark gesunken. Okay, sie tendierte gegen Null. Inzwischen hat er sich aber durchgerungen und fängt wieder mit seinem Format an. Und man kann Lars dabei auch unterstützen: Auf «Patreon» kann man sich als «Patron» für Lars mit einem beliebigen Betrag registrieren*.

Hier noch eine kleine Auflistung von Folgen, die ich mir unbedingt ansehen würde:

*So wie ich Lars einschätze, würde er auch ohne diesen finanziellen Anreiz sein Ding durchziehen und Folgen veröffentlichen. Ich finde es aber toll, einem talentierten Künstler auf diese Weise eine Anerkennung zukommen zu lassen. Und ja, ich unterstütze ihn auch und nein, für diesen Beitrag erhalte ich keinen Cent. Ich möchte diesen Künstler ein wenig bekannter machen…

Folgendes Szenario: «Facebook» (oder man nehme eine andere x-beliebige, gerade beliebte «virtuelle Welt») ist so mächtig, dass es für Beruf und Freizeit unerlässlich geworden ist: Erst mit einer «digitalen Identität» ist man überhaupt erst «sichtbar». Selbstredend haben sogar die (militärischen) Behörden entsprechende Accounts mit entsprechenden Berechtigungen und könn(t)en sogar Waffen via «Facebook» steuern. Das ganze ist breit akzeptiert und abgestützt. Bis…

Bis eines Tages diese «virtuelle Welt» einem «Hackerangriff» zum Opfer fällt und das Land im Chaos versinkt. Wer soll denn die «reale» Welt dann noch retten?

Das ist die ungefähre Handlung des 2009 entstandenen Anime-Sci-Fi-Filmes «Summer Wars» auf welchen ich zufälligerweise an einem Morgen auf einem öffentlich-rechtlichen Sender gestossen bin.

Zwei sind einer zuviel...

Zwei sind einer zuviel…

Die virtuelle Welt in «Summer Wars» heisst «OZ» und wird zu Beginn des 114minütigen Animes vorgestellt. In ihr werden die Menschen durch Avatare abgebildet und sämtliche Handlungen in der «realen» Welt sind mit denjenigen in der virtuellen Welt verknüpft.

Kenji Koiso, mathematisches Wunderkind, ist die Hauptfigur der Geschichte. Ein schüchterner Junger, der seine Zeit ebenfalls in «OZ» verbringt. Wie alle seine Freunde ebenso. Kurz vor den Ferien bekommt er ein «Job-Angebot»: Die 18jährige Natsuki Shinohara (toll synchronisiert durch die Schauspielerin Katrin Hess) engagiert ihn als «Freund», den sie ihrer Grossmutter Sakae Jinnouchi vorstellen will. Anlass hierfür ist die von den Verwandten akribisch geplante Geburtstagsfeier zu Ehren Sakae’s.

Kenji wird sehr freundlich in der grossen Familie aufgenommen und man nimmt ihm vorerst die Rolle des Freundes ab. Eines Nachts erhält er jedoch eine eMail aus «OZ» mit einem Rätsel, das er in der Nacht noch entschlüsselt. Damit, so glaubt er zumindest vorerst, stürzt er «OZ» ins Chaos, denn am nächsten Tag kann er sich nicht mehr einloggen, sein Mobiltelefon funktioniert nicht mehr und auch andere Nutzer von «OZ» geraten in die Bredouille.

Nach einigen Schwierigkeiten gelingt es jedoch Kenji, zusammen mit Natsuki und deren Familie, die Ordnung in «OZ» wiederherzustellen.

Es gibt sogar ein Happy End...

Es gibt sogar ein Happy End…

Ich kannte bis dahin nur die «klassischen Anime-Produktionen» wie etwa «Niklaas, ein Junge aus Flandern» (der nicht im eigentlichen Sinne ein «Anime» ist). Bis zu «Summer Wars» konnte ich mit «Animes» nichts anfangen. Mit «Mangas» noch viel weniger. Ich hatte «Animes» immer mit den «Pokemons» gleichgesetzt, welche mich nicht wirklich ansprachen. «Summer Wars» hingegen konnte mich mit der intelligenten Handlung und den interessanten Charakteren in seinen Bann ziehen.

«Never turn your back on family, even when they hurt you. Never let life get the better of you. And if you remember nothing else, remember to find time to eat together as a family. Even when times are rough; especially when times are rough. There's no lack of painful things in this world, but hunger and loneliness must surely be two of the worst.Thanks to you, my precious family, I didn't know a moment of either of those the last ninety years.»

Wichtiges Familienleben...

Wichtiges Familienleben…

In «Summer Wars» treffen zwei Gegensätze aufeinander: Moderne und Tradition. Die Moderne wird durch «OZ», die Tradition durch die Familie verkörpert und «Summer Wars» gelingt es, den Spagat zwischen beiden «Welten» zu machen ohne die jeweilig andere zu «verdammen». Denn, alleine mit der «Tradition» lässt sich eine Familie nicht ernähren. Es braucht ebenso die «moderne» Welt. Und auch wenn die Welt untergeht, solange man Menschen um sich hat, die für einen da sind, gibt es immer einen Ausweg.

So gesehen ist «Summer Wars» ein traditionelles Märchen über den Wert der Familie (Liebe) in einer modernen Welt. Ohne dabei in den Kitsch abzudriften wird die Geschichte mit grossartigen Bildern, guten Synchronsprechern und einer starken Hintergrundmusik erzählt.

Dieses Review erschien zeitgleich auch auf about-comics.net

Nachdem ich über meine «entdeckte Musik» geschrieben habe, wird es Zeit, sich um die filmischen «Entdeckungen» zu kümmern. Zugegeben: Diese Idee hatte Sam auch schon…

Auch hier gilt: Es sind nicht zwingend Filme, die im Jahre 2012 herausgekommen sind. Die Filme werde ich nicht zusammenfassen. Das wurde auf Wikipedia bereits gemacht.

«Der Gott des Gemetzels» (dergottdesgemetzels.de)

Yasmina Rezas wohl berühmtestes Stück kannte ich vorerst nur als Hörspiel. Deshalb war ich auf die Verfilmung gespannt. Roman Polański gilt als Garant für hochstehendes Kino und die Crew, die er um sich versammelt hat ist auch nicht ohne: Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly geben sich in diesem Film, der leider nur ungefähr 79 Minuten geht, ein Stelldichein.

Ich finde den Film grossartig. Er lebt nämlich nur von seinen Schauspielern und die spielen ihre (Eltern-)Rollen sehr glaubwürdig. Überhaupt: Der Film wirkt sehr glaubwürdig auch wenn die Story natürlich übertrieben ist. Aber, welchen Eltern geht das nicht so: Die eigenen (moralischen) Vorstellungen wollen nicht so ganz zum Verhalten des Nachwuchses passen…

«Dame, König, As, Spion» (tinker-tailor-soldier-spy.com)

George Smiley, die «realistischere» Version von James Bond, wird in diesem Film von Gary Oldman gespielt. Die Rolle Smileys hatte übrigens auch schon der grossartige Alec Guinness in einer TV-Produktion inne.

In meinem Bekanntenkreis stiess der Film nicht auf die gleiche Begeisterung wie bei mir. Dies hat vielleicht mit der Tatsache zu tun, die ich im ersten Satz schon angesprochen habe: Smiley ist «realistischer» (als James Bond). Man sieht in bei typischer Geheimdienstarbeit und diese besteht nun mal nicht im Verführen schöner Frauen oder fahren der neuesten Autos.  Und gerade dieser «Realismus» tut dem Agenten-Genre ganz gut. Sonst läuft man Gefahr, jeden Agenten mit James Bond zu vergleichen.

Ein wundervoller, nicht ganz einfacher Film. Trotzdem: Sehr empfehlenswert.

«Batman-Trilogie» («Batman Begins» / «The Dark Knight» / «The Dark Knight Rises»)

«The Dark Knight Rises» war übrigens der einzige Film, den ich 2012 im Kino gesehen habe. Und das auch nur deshalb, weil ich die vorangehenden Teile ebenfalls im Kino gesehen habe.

Was soll ich sagen? Als Kind, der mit Michael Keaton als «Batman» aufgewachsen ist, war ich natürlich skeptisch. Zu viele Regisseure (und zu viele «Batman»-Darsteller) hatten sich an diesem düsteren Ritter versucht – und sind damit grandios gescheitert. So stand der Neustart nicht gerade unter den besten Sternen – auch wenn Nolan für Qualität steht.

Nolan hat sich Batman anders angenommen als z. B. Tim Burton, dessen Verfilmungen ich bis Heute noch liebe. Er hat eigentlich alles über den Haufen geworfen, was man bisher kannte. Eine gute Entscheidung.

Ich habe mir lange überlegt, welcher Teil mir wirklich gut gefällt. Alle drei Teile sind auf ihre Weise gut (gemacht).  Am meisten gefielen mir ja Szenen, in denen «Batman» aus dem Dunkeln heraus agiert und natürlich Szenen mit dem neuen «Batmobil»…

So gefiel mir im dritten Teil auch der erste Kampf zwischen ihm und «Bane». «Bane» ist so eine Sache für sich… In den Comics ist er ein hochintelligenter Killer, der sich mit seiner Droge «Venom» in körperliche Sphären jenseits von Gut und Böse katapultieren kann und der wohl (körperlich) stärkste Gegner «Batmans» wird.

Im Film ist seine Rolle anders angelegt: Obwohl er der Antagonist darstellt, agiert er nicht alleine und wird von jemandem gesteuert. Auch erhält er durch seine Schläuche keine Aufputschdrogen, sondern lediglich Morphium um seine Schmerzen zu lindern. Es stellt sich so die Frage: Wieso ist «Bane» so stark?

Oder müsste die Frage heissen: Warum ist «Batman» so schwach? Gut, warum dass das so ist, wird im Film natürlich auch erklärt.

Der beste Teil der Trilogie ist zweifelsohne «The Dark Knight». Die Handlung ist «logischer» und die Darsteller sind besser. Auch wenn natürlich Oldman, Bale und auch Caine in allen Teilen überzeugten.

Den dritten Teil fand ich ein wenig zu fade. Es fehlte ein «Aha»-Moment. Aber insgesamt überzeugt die Trilogie durchwegs.

Welche Filme haben euch im 2012 vom Hocker gerissen? Welchen Film sollte ich mir unbedingt ansehen? Ich freue mich über Empfehlungen in den Kommentaren!

Da ich mit Google keine Ergebnisse gefunden habe, wende ich mich nun einfach mal an alle Leser meines Blogs. Vielleicht kann mir ja jemand helfen:

Ich suche zwei «Anime»-Filme/Serien.

Den ersten Film – ich glaube es war keine Serie – habe ich nie gesehen. Sie war nur als Trailer auf einer VHS-Kassette mit kurzen Cartoons von «Dick und Doof» drauf, ganz am Schluss. Was ich noch in Erinnerung habe: Ein Junge ist auf einem Reisfeld und ist auf einmal bei einem weissen Drachen, der, so glaube ich, im Sterben lag. Letzteren Punkt kann ich aber nicht bestätigen. Was ich allerdings definitiv weiss, es war im «Anime»-Stil gezeichnet. Das war insofern etwas verwunderlich, weil die «Dick und Doof»-Serie im «herkömmlichen» Stil gezeichnet war.

Die zweite Serie (ja, dieses mal ist es wirklich eine Serie) habe ich nur bruchstückhaft in Erinnerung. In einer Folge, alle Folgen waren sehr technisch, ging es um Panzer und Roboter. Ich glaube, ein Roboter wurde schwer beschädigt (war einer der «Guten»). Das passierte bei einer Parade.

Diese Serie habe ich damals als VHS-Kassette zuhause gehabt. Lief also eventuell so nicht im TV. War aber ebenfalls wieder eher der japanische Zeichentrickstil.
Zeitliche Einordnung: Das ganze ist etwa 25 Jahre her…

Eventuell kennt sich ja jemand mit solchen Filmen aus und kann mir weiterhelfen?

Über Hinweise in den Kommentaren freue ich mich. Vielen Dank.

«The Green Mile»
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«Ich bin müde, Boss. Müde immer unterwegs zu sein, einsam und verlassen. Müde niemals einen Freund für mich zu haben, der mir sagt, wohin wir gehen, woher wir kommen und warum. Am meisten müde bin ich, Menschen zu sehen, die hässlich zueinander sind. Der Schmerz auf der Welt und das viele Leid, das macht mich sehr müde. Es gibt zu viel davon. Es ist als wären in meinem Kopf lauter Glasscherben.»

— The Green Mile

«Scrubs» ist eine meiner absoluten Lieblingsserien, wie ich an anderer Stelle bereits geschrieben habe. Gestern holte ich mir die neunte – und finale – Staffel. Eines vorweg: Von der Original-Besetzung (der Ur-«Scrubs»-Besetzung) sind nicht mehr viele geblieben: Neben Zach Braff, Donald Faison, John C. McGinley sowie Ken Jenkins und Sarah Chalke wurde aus der achten Staffel auch Eliza Coupe übernommen, die dort schon als «gefühllose» Praktikumsärztin in Erscheinung trat.

Daneben treten einige Figuren aus den älteren Staffeln ab und zu auf – sind aber nicht der Rede wert.

Die Hauptprotagonisten sind Lucy Bennett (Kerry Bishé), die ähnlich wie bereits J. D. Dorian auch eine Off-Stimme hat, sowie Cole Aaronson (Dave Franco) als verwöhntes «Berufssöhnchen» und Drew Suffin (Michael Mosley).

Nun, was soll ich sagen: Die Serie hat den Titel «Scrubs – Med School» und trotzdem erwartet man das gute alte «Scrubs», das man gewohnt ist. Aber das ist es nicht. Leider.

Es fehlen die wirklich emotionalen Momente und es fehlt die Musik. Die Musik war ein integraler Bestandteil der bisherigen acht Staffeln (es gibt sogar einen «Songguide»). Natürlich gibt es auch in der neunten Staffel Musik, nur ist die nicht mehr so omnipräsent und irgendwie auch nicht mehr so passend. Ein erster Minuspunkt.

Der Übergang von der achten zur neunten Staffel geschieht zwar flüssig, doch einige Dinge werden nicht oder nur ungenügend erklärt: So ist zum Beispiel J. D. nun endlich mit Elliot verheiratet und die beiden erwarten ein gemeinsames Kind. Warum sie nun geheiratet haben erfährt der Zuschauer ebenso wenig wie warum das Krankenhaus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde. Ebenso erfährt man auch nicht, warum Cox’ Frau Jordan nicht mehr im Krankenhaus arbeitet.  Ein weiterer Minuspunkt.

Zwischen den Hauptprotagonisten gibt es einige interessante Beziehungen. Am witzigsten erscheint mir die Beziehung zwischen Denise und Drew. Sie ist ein wenig das Ersatz-Ding für das, was Cox und J. D. immer hatten. Aber nur ein wenig.

Der eigentliche Abschluss der Serie sollte wohl die 8. Staffel sein, denn da gab es auch ein einigermassen interessantes Ende. Schade, dass eine 9. Staffel hinterhergeschoben wurde. Die war/ist nämlich ziemlich unnötig.

Diesen Eintrag verdanke ich Chrissi und Sarah, die mich auf diese wunderbar herrliche Serie gebracht haben.

Seit einigen Wochen läuft auf dem deutschen Privatsender «Sat 1» die zweite Staffel der äusserst erfolgreichen Anwaltsserie «Danni Lowinski» mit Annette Frier in der Hauptrolle.

Wie die meisten meiner LeserInnen wahrscheinlich wissen, schaue ich selten TV und meistens schon gar nichts auf den Privaten. Denn das Programm ist meistens ziemlich unterirdisch.

«Danni Lowinski» ist eine erfrischende Ausnahme: Die Serie, die ich persönlich dem Bereich Comedy/Drama zuordnen würde, schafft den Spagat zwischen Originalität und Kitsch durchaus.

Worum geht es? Daniela Lowinski, eine anfangs Dreissigerin, hat auf dem zweiten Bildungsweg Jura studiert und ist nun zugelassene Anwältin – leider ohne Anstellung. So macht sie aus der Not eine Tugend und verkauft ihren «Service» für «einen Euro pro Minute» an einem Klapptisch in einem Kölner Kaufhaus. Dort arbeitet auch ihre beste Freundin Bea, die sie mit Kaffee und Ratschlägen versorgt.

Ständig wiederkehrende Freunde helfen ihr meistens mehr oder weniger in allen Folgen. Dabei nimmt das ganze durchaus auch komische Züge an, z. B. dann, wenn Lowinski auf ganz unkonventionelle Weise einen Fall lösen muss.

Jede Folge ist in sich abgeschlossen, sodass die Folgen unabhängig voneinander geschaut werden können. Lediglich Dannis Liebesleben – eigentlich hat sie nicht wirklich eines – zieht sich durch die alle bisherigen Folgen.

Die Serie greift oftmals soziale Themen wie Rassismus, Armut, Gewalt in der Familie, etc. auf. Dies tut sie selten auf wirklich ernsthafte Weise und noch seltener mit dem moralischen Zeigefinger. Das ist gut so. So kann sie eine breite Masse für gewisse Themen interessieren – mobilisieren wohl eher nicht.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings: Während eine andere meiner Lieblingsserien, «Scrubs», durchaus auch tragische Momente hat und diese auch dementsprechend so belässt, wird bei «Danni Lowinski» manchmal auf Biegen und Brechen ein «Happy End» gesucht. Immerhin sind die Enden meistens nicht so konstruiert, sodass die Ernsthaftigkeit einiger Themen nicht lächerlich gemacht wird.

Die Musik hat, anders als bei «Scrubs» nicht den gleichen Stellenwert, ist aber dennoch eine Erwähnung wert: Das Team rund um Marco Meister hat einige wirklich gute Songs für die Serie geschrieben. Der Soundtrack dazu kann man übrigens käuflich erwerben und beinhaltet unter anderem folgende Stücke, die «exklusiv» in der Serie vorkommen:

  • Feel Like An Aeroplane
  • Where Am I
  • Someone Like You
  • Back Home
  • Walking Downtown
  • Cocooned In The Nights

Dabei gefällt mir «Feel Like An Aereoplane» am besten. Ich kann es wirklich jedem empfehlen, der gerne schöne Musik hört.

Kann ich die Serie empfehlen? Mit Sicherheit. Jeder, der gerne «Wohlfühl»-TV gucken möchte, ist mit «Danni Lowinski» gut bedient. Dabei ist das durchaus nicht negativ wertend gemeint, denn wie bereits oben geschrieben, gelingt es der Serie durchaus, den Spagat zwischen Kitsch und Drama zu gehen. Insbesondere die Momente mit ihrem Vater, gespielt von Axel Siefer, gehen manchmal durchaus unter die Haut.

Letztlich ist Danni Lowinski eine tragische Figur: Obwohl sie eine gute Ausbildung hat, wird sie als Frau nur bedingt ernst genommen und muss sich ihren Lebensunterhalt an einem Klapptisch verdienen. Eine Rolle, in der Annette Frier aufgeht. Und das ist gut so.

Gerade sah ich mir mal wieder den genialen Streifen «Ordinary Decent Criminal» mit Kevin Spacey an. Dabei fiel mir auf, dass ich den Soundtrack, vielmehr den Sänger von irgendwoher kenne… Den Soundtrack zu «Ordinary Decent Criminal» steuerte niemand anderes als Damon Albarn, seines Zeichens Kopf von «Blur» und «Mastermind» hinter «Gorillaz», bei. Geniale Musik… Und der Schlusssong… Aber seht ihn euch einfach selber mal an…

Und hier noch die Lyrics…

This isn't the first time, I've left it too late,
To get on top, I made that mistake,
To be with someone, never find what you need,
We dont bail out, and I cant sleep.

You left me, just when I needed you,
You set me back, just when I thought I got back.
Just when I thought I got back.

This is the last time, I make this mistake,
Cant see the stars, yeah its too late,
To be with someone, never find what you need,
We dont bail out, yeah I cant sleep.

Just when I needed, needed you… This isn't the first time, I've left it too late,
To get on top, I made that mistake,
To be with someone, never find what you need,
We dont bail out, and I cant sleep.

CHORUS:
You left me, just when I needed you,
You set me back, just when I thought I got back.
Just when I thought I got back.

This is the last time, I make this mistake,
Cant see the stars, yeah its too late,
To be with someone, never find what you need,
We dont bail out, yeah I cant sleep.

Lyrics by Damon Albarn

Szene aus dem Film „Den Einen oder Keinen“ (Wiki-Artikel) mit Julia Stiles und Freddie Prinze Jr. Ich find sie einfach nur süss…

Es gibt wenige Schauspieler in Hollywood, die nicht die normalen 08/15-Plattitüden erfüllen, nämlich nur gut auszusehen und dementsprechend wenig im Hirn zu haben. Julia Stiles, vielen bekannt aus ihren Shakespeare-Verfilmungen, gehört definitiv nicht zur «Mehrheit». Sie ist wahrscheinlich eine der wenigen Schauspielerinnen, die ein abgeschlossenes Studium (Englisch an der «Columbia University») vorweisen können.

Sie betreibt nebenbei auch ein Blog, ganz abseits des alltäglichen Mainstreams in dem sie – leider sehr unregelmässig – Einträge veröffentlicht. Ab sofort ist ihr Blog auch in meiner Blogroll zu finden und ist eine Empfehlung wert.

Ihren Blog findet man unter: http://juliastilesblog.com/

There ain't no reason things are this way.
It's how they always been and they intend to stay.
I can't explain why we live this way.
We do it every day.

Preachers on the podium speaking to saints.
Prophets on the sidewalk begging for change.
Old ladies laughing from the fire escape,
Cursing my name.

I gotta a basket full of lemons and they all taste the same,
A window and a pigeon with a broken wing,
You can spend your whole life working for something,
Just to have it taken away.

People walk around pushing back their debts,
Wearing paychecks like necklaces and bracelets,
Talking about nothing, not thinking about death,
Every little heartbeat, every little breath.

People walk a tightrope on a razors edge.
Carrying their hurt and hatred and weapons.
It could be a bomb, or a bullet, or a pen,
Or a thought, or a word, or a sentence.

There ain't no reason things are this way.
Its how they've always been and they intend to stay.
I don't know why I say the things I say,
But I say them anyway.

But love will come set me free.
Love will come set me free, I do believe.
Love will come set me free, I know it will.
Love will come set me free, yes.

Prison walls still standing tall.
Some things never change at all.
Keep on building prisons, gonna fill them all.
Keep on building bombs, gonna drop them all.

Working your fingers bare to the bone.
Breaking‘ your back, make you sell your soul.
Like a lung, it's filled with coal,
Suffocating slow.

The wind blows wild and I may move.
But politicians lie and I am not fooled.
You don't need no reason or a three piece suit,
To argue the truth.

The air on my skin and the world under my toes
Slavery stitched into the fabric of my clothes
Chaos and commotion wherever I go,
Love I try to follow.

Love will come set me free
Love will come set me free, I do believe
Love will come set me free, I know it will
Love will come set me free, yes

There ain't no reason things are this way.
Its how they've always been and they intend to stay.
I can't explain why we live this way.
We do it every day.

„Ain't No Reason“ by Brett Dennen (Album: „So Much More“)

Das Lied kenne ich aus der Episode 14 der 6. Staffel aus Scrubs. Es untermalt eine sehr traurige, fast schon tragische Szenerie. Obwohl Scrubs ja eigentlich eine humorvolle Serie ist, machen gerade solche Szenen diese Serie absolut sehenswert. Insbesondere durch die sorgfältig ausgesuchten Musikstücke…

Und der Songtext passt… Er passt sehr gut in unsere Zeit…

Julia Stiles als Modeschöpferin… Wie immer umwerfend :)