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abhijit bossotto

personal thoughts in an impersonal world

Reise in die Vergangenheit…

Zum Start der dritten Staffel »Twin Peaks«

Seit letztem Sonntag hat das Warten ein Ende: Nach über fünfundzwanzig Jahren geht die legendäre Serie »Twin Peaks« in die dritte Runde. Die deutschsprachige Erstausstrahlung der TV-Serie von David Lynch, die Mystery, Horror, Thriller und Soap Elemente miteinander verbindet, habe ich 1991 eigentlich nur zufälligerweise mitbekommen.

Mein Weg zu »Twin Peaks«…

Damals, als die Welt (für mich) noch in Ordnung war, interessierten mich nur schnelle Autos und noch schnellere Hubschrauber. Beides fand ich in Serien wie »Knight Rider« und »Airwolf«. Bei meinem leider viel zu früh verstorbenen Cousin habe ich mir dann – damals noch auf VHS – »Airwolf«-Folgen angeschaut. Anschliessend an diese sendete RTL damals »Twin Peaks«. So bin ich eher zufällig zu »Twin Peaks« gestossen.

Bei einem Verwandten habe ich mir die dann angeschaut und bin dann zufälligerweise auch zu »Twin Peaks« gestossen…

Ich weiss nicht mehr, welche Folgen ich damals gesehen habe. Ich wusste sie als zehnjähriger Dreikäsehoch auch noch nicht richtig zu deuten – was wohl auch erwachsenen Lynch-Fans manchmal schwerfallen dürfte. Mir blieb jedoch die düstere, beklemmende Musik im Kopf…

Einige Jahre später hat der zweite Schweizer Fernsehsender »Twin Peaks« dann im Mittagsprogramm gezeigt und ich habe mir wiederum einige Folgen angeschaut. Auch hier blieb wiederum der Soundtrack von Angelo Badalamenti hängen. Es war offenbar noch nicht ganz meine Zeit im »Twin Peaks«-Universum gekommen.

Einige Jahre später fiel mir die legendäre Serie wieder ein und ich suchte die DVD-Fassung davon. Die erste Staffel fand ich bald einmal und habe sie am Stück durchgeschaut. Die zweite Staffel liess jedoch auf sich warten. Es dauerte einige Jahre, bis sie dann mal veröffentlicht wurde. Bis dahin musste man sich via Internet behelfen, wollte man die ganzen Folgen sehen. Inzwischen wurde dann auch mal eine »Gold Edition« veröffentlicht, die dann alle Folgen enthielt und die ich mir dann auch gekauft habe. Ach ja, und dann wurde die Serie auch noch auf Blu-Ray veröffentlicht (inkl. dem sehr verstörenden Kinofilm) und ja, auch diese Edition habe ich gekauft .

Und nun?

In mehreren Teilen möchte ich nun ein wenig auf »Twin Peaks«, seine skurilen Bewohner, die schräge Geschichte und meine Begeisterung dafür eingehen.

Youtube Empfehlung 2: Bleilo & SallyIsG4You

Vor einiger Zeit habe ich bereits einen jungen ambitionierten Youtuber vorgestellt (der übrigens immer noch mehr Zuschauer verdient hat!). Inzwischen habe ich weitere Kanäle gefunden, die es wert sind, besucht und ggf. unterstützt zu werden.

Bleib logisch… mit Bleilo

Bleilo, das ist Bleilo und sein Kameramann. Bleilo – Das sind Videos u. a. über «feministische Mythen», über Rassismus, Sexismus und sonstige (un-)logische Dinge, die es wert sind, genauer beleuchtet zu werden. Bleilo – Das ist der Mann mit der Maske. Wobei, Mann…?

Damit man sich vermehrt auf den Inhalt fokussiert, tritt er mit einer Maske auf und wird dabei kongenial von seinem Kameramann in Szene gesetzt. Die Videos wirken durchwegs gut choreografiert und machen wirklich Spass. Was man höchstens kritisieren kann ist die Länge. Denn, eigentlich sind sie viel zu kurz jeweils.

Wer Bleilo unterstützen möchte, kann das natürlich mit einem kostenlosen Abo auf Youtube (und ganz vielen «Daumen hoch») tun oder aber er spendet monatlich einen gewissen Obulus. Und ich denke, Bleilo, inkl. Kameramann ist das durchaus wert!

SallyIsG4y – Der coole Skeptiker von nebenan

Anders als Bleilo tritt SallyG mit offenem «Visier» auf. Auch er kritisiert und kommentiert gesellschaftliche Themen und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Seine Kritiken sind jedoch immer sehr sachlich und nachvollziehbar.

Sehenswert sind definitiv seine Videos, in denen es um den Islam geht.

Auch SallyG kann man mit einem Abo (und vielen «Daumen nach oben») unterstützen. Aber auch er hat einen Patreon-Account und ist sicherlich über jede Spende froh. Verdient hat er sie allemal.

Über «Street Photography» nachdenken…

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der «Street Photography». Schon seit vielen Jahren fasziniert mich diese Gattung. Der Mut, mich in diesem Genre zu versuchen, war allerdings bisher nicht vorhanden.

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In der vergangenen Woche habe ich jedoch begonnen, in den Pausen, einige Aufnahmen zu machen (hier und hier). So verliess ich meinen Arbeitsplatz jeweils über Mittag, bewaffnet mit der kompakten «X100s» von «Fujifilm», die mit einer Festbrennweite von 23 mm ausgestattet ist. Ideal für die Strassenfotografie.

23 mm (oder auch 35 mm oder 50 mm) zwingen den Fotografen dazu, mitten im Geschehen zu stehen. Anders als mit einem (Tele-)Zoom kann er sich nicht einfach verstecken und «heimlich» beobachten. Kurz: Je grösser die Brennweite, desto näher ist man am bzw. im Geschehen, desto weniger bekommt man von der Umgebung aufs Bild.

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Dabei steht wohl jeder Fotograf vor ähnlichen Herausforderungen: Begibt er sich ins Geschehen und lässt sich mit seiner Kamera erblicken oder bleibt er ausserhalb und «dokumentiert» das Geschehen als Unbeteiligter und Ungesehener.

Gerade letzteres finde ich persönlich heikel: Man «nimmt» sich etwas – in diesem Fall ein gutes Bild – ohne dafür eine «Gegenleistung» geben zu müssen. Das «Motiv» sieht den Fotografen ja nicht. Das ist insofern natürlich auch unglücklich, weil man dem Gegenüber so auch die Möglichkeit nimmt, mit einem ins Gespräch zu kommen.

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Bisher war ich immer – mehr oder weniger – mitten im Geschehen. Eine ungewohnte Position für mich und ich fühlte mich nicht immer ganz wohl dabei. In Zeiten allgegenwärtiger Überwachung, von Smartphones und Selfie-Sticks, sind Fotografen eine sehr skeptisch beäugte Gattung und so hat mich mehr die Angst beim Abdrücken begleitet als die Freude über ein gelungenes Foto. Wie ein äusserst talentierter Fotograf und Freund angemerkt hat, kann man die Verunsicherung bzw. die Angst aus meinen Bildern herauslesen. Recht hat er damit.

Und das ist natürlich schade: Gerne würde ich unbeschwert durch die Strassen ziehen und gelungene Momente fotografisch einfangen. Aber da fängt die Grüblerei schon an: Soll man die Frau, die gerade am Handy spielt fotografieren? (Ich habe es getan!) Soll man das Kind, dass durch einen Gartenzaun lugt ablichten? (Hätte toll ausgesehen, aber ich habe es nicht getan) Soll man das sich küssende Liebespaar knipsen? Oder überhaupt: Soll man Menschen fotografieren? Darf man das? Kann man das? Und was…

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Anstelle der Kreativität und der Neugier sind Zweifel und Angst getreten. Klar, das Genre der «Street Photography» war immer schon in einer Grauzone (soll man die Leute vorgängig um Erlaubnis bitten? Dann wären die Fotos gestellt. Soll man sie im Nachhinein um Erlaubnis fragen, besteht die Gefahr, dass viele Bilder nicht möglich wären). Aber inzwischen ist es um einiges komplizierter geworden – und daran sind die sozialen Medien, in denen man ganz schnell Bilder publizieren kann, nicht ganz unschuldig. Jeder hat Angst, (unvorteilhaft) in den grossen Weiten des Internets veröffentlicht und verewigt zu werden.

Diese Angst kann ich niemandem nehmen. Ich kann nur darlegen, was die «Street Photography» für mich bedeutet. Für mich bedeutet «Street Photography» das «Sehen» von Situationen, dass «Erzählen» von (alltäglichen) Geschichten. So sorgfältig wie ich meine Geschichten zu erzählen versuche, so respektvoll gehe ich mit den Protagonisten dabei um.