Nun feiert mein persönlicher Blog «abhijitbossotto.com» seinen 9. Geburtstag. Im Mai 2006 gegründet, geht es nun ins zehnte Jahr. Mal mit mehr, mal mit weniger Elan veröffentliche ich hier meine Texte. Vieles hat sich geändert, vieles blieb gleich. Wie so oft im Leben.
Im 2014 (die Texte rund um #ichdiemehrheit gehörten übrigens zu den meistgelesenen auf dem Blog im letzten Jahr) habe ich rund 20 Beiträge veröffentlicht. Im 2015 bereits um die 18. Weniger persönliche und mehr, in welchen ich mein Knowhow mit meinen Besuchern teile.
Ich habe schon oft daran gedacht, meinen Blog zu schliessen. Die Domain still zu legen. Oder neu zu beginnen. Unter einer neuen Domain, ohne meine textlichen «Altlasten». Zu so einem Schritt konnte ich mich nicht durchringen. Denn, irgendwie hänge ich an meiner Vergangenheit. An meinen Texten. An meiner Identität.
Happy Birthday, abhijitbossotto.com! Schön zu sehen, dass es dich immer noch gibt. Du veränderst dich und das ist gut so.

Seit 2006 blogge ich auf www.abhijitbossotto.com. Mal mit mehr, mal mit weniger Effort und in höchst unregelmässigen Abständen. Das einzige, was relativ konstant ist, ist die Plattform, die ich verwende: «Wordpress» (darüber habe ich 2013 einmal einen Vortrag gehalten. Diesen kann man sich hier herunterladen).

«Wordpress» hat den unschätzbaren Vorteil, das man es mit einigen nützlichen «Plugins» erweitern und so neuen Anwendungsbereichen zuführen kann. Im folgenden möchte ich diejenigen kurz vorstellen, die ich momentan für www.abhijitbossotto.com nutze. Nach einer gründlichen Reinigung und «Speed»-Optimierung (https://www.cyon.ch/blog/WordPress-mit-5-Tricks-pfeilschnell-machen) (mit Dank an @cyon) läuft mein Blog nun so schnell wie eine Neuinstallation – und das immerhin mit über 600 Artikeln und einer Laufzeit von über 8 Jahren…

«All in One SEO Pack Pro»

semperplugins.com/plugins/all-in-one-seo-pack-pro-version

Bisher war ich ja eigentlich nicht unbedingt für «SEO»-Optimierungen zu haben. Habe nun aber dennoch beschlossen, dieses Tool einmal auszuprobieren. Es vereint im Grunde viele einzelne kleine Helfer unter einem übersichtlichen und einheitlichen Layout. Man kann damit ebenso die für Google so relevante «XML-Sitemap» bereitstellen wie die «Robots.txt» bearbeiten oder Daten für «Social Media» aufbereiten. Insgesamt ein sehr nützliches kleines Tool zu einem moderaten Preis.

«Antispam Bee»

antispambee.de

Normalerweise wird «Wordpress» mit «Akismet» als «SPAM»-Lösung ausgeliefert. Es kann aber verschiedene Gründe geben, die gegen den Einsatz dieser Lösung sprechen. Die Gründe hat Pascal Birchler in einem lesenswerten Beitrag veröffentlicht.

Gerade die Datenschutzbedenken haben mich dazu bewogen, mir Antispam Bee anzusehen. Das Tool verrichtet klaglos seinen Job und ich bin damit sehr zufrieden.

«BackUpWordPress Backup Plugin»

(inkl. «BackUpWordPress To Google Drive»)

wordpress.org/plugins/backupwordpress

Zugegeben, Cyon, mein Hoster, ist sehr zuverlässig. Dennoch kann ein Backup der eigenen Daten nie schaden. Genau dazu sind das Plugin «BackUpWordPress Backup Plugin» und dessen Erweiterung «BackUpWordPress To Google Drive» gedacht. Die Erweiterung ermöglicht es, völlig autonom erstellte Backups auf meinen «Google Drive»-Account zu verschieben. Ziemlich nützliche Sache. Zum Glück habe ich das bisher nie benötigt.

«Cachify»

cachify.de

Das kleine äusserst nützliche Gratis-«Plugin» vom Entwickler von «Antispam Bee» ermöglicht einer «Wordpress»-Installation einen ungeahnten Schub. Es «cacht» die bestehenden Seiten und minimiert so die Datenbankabfragen.

«Crazy Lazy»

wordpress.org/plugins/crazy-lazy

Wie «Cachify» und «Antispam Bee» stammt dieses kleine «Plugin» von Sergej Müller (weitere sehr coole «Plugins» findet man auf seiner Webseite). Es sorgt dafür, dass Bilder erst dann geladen werden, wenn sie auch tatsächlich auf dem sichtbaren Teil des Screens benötigt werden. Eben, ganz «lazy»…

«Last Year Post Widget»

wordpress.org/plugins/last-year-post-widget

Damit lasse ich mir Beiträge anzeigen, die sich in einem bestimmten Zeitraum befinden. Wie der Name schon sagt geht es um solche, die vor einem Jahr veröffentlicht wurden. Eine ganz nette Spielerei, die ich dafür verwende, um auf ältere Beiträge von mir hinzuweisen.

«NewStatPress»

wordpress.org/plugins/newstatpress

Natürlich möchte ich auch wissen, wie mein Blog so besucht wird. Obwohl mir die Besucherzahlen eigentlich egal sind, macht es dennoch Spass sie zu beobachten. Dazu verwende ich, nebst «Google Analytics» dieses kleine «Plugin».

«Pretty Link Pro»

prettylinkpro.com

Eine (optische) Spielerei stellt «Pretty Link Pro» dar. Das kostenpflichtige Tool ermöglicht es mir, eine eigene Kurz-Url verwenden zu können (in meinem Fall http://abi.mx/). Eine ausführliche Anleitung findet man drüben bei Philippe Wampfler.

«P3» («Plugin Performance Profiler»)

wordpress.org/plugins/p3-profiler

Gerade wer viele «Plugins» im Einsatz hat, bemerkt oftmals nicht, welche für eine Verlangsamung der Seite zuständig sein könn(t)en. Da hilft «P3», welches mit übersichtlichen Diagrammen die «Übeltäter» aufzeigt.

«Widget Logic»

wordpress.org/plugins/widget-logic

Das oben erwähnte «Plugin» «Last Year Post Widget» möchte ich nur für mich anzeigen lassen. Um eine gewisse «Logik» in meine «Sidebar» zu bringen, benutze ich das kleine Plugin «Widget Logic», welches ich bei Christian Leu gefunden habe.

Eigentlich wollte ich einen kleinen, persönlichen Jahresrückblick veröffentlichen. Stattdessen habe ich über mein Leben nachgedacht. Über das, was ich bisher (nicht) erreicht habe, was fehlgeschlagen ist; was anders hätte laufen können; laufen sollen.

Letzthin hat man mir vorgeworfen, ich wäre zu passiv, wenn es gegenüber «Rechten», «Rechtsextreme», etc. gehen würde. Ich verabscheue Gewalt. Ich verabscheue menschenverachtende Ideologien. Aber ich bin müde. Ich habe keine Kraft mehr mich mit all dem Leid auf der Welt herumzuschlagen.

Wenn ich mir Filme ansehe, dann vorwiegend solche, die ein «Happy End» haben. Ja, ich gebe es zu: Ich verkrieche mich in eine Welt in der es noch Harmonie gibt. In der es noch Liebe gibt. Wenn auch nur für 90 Minuten. Und ja, man kann mich nun kitschig nennen. Aber so bin ich nun mal. Aber das Leben ist nun mal kein Film. Ständig werden wir mit Leid und Unglück konfrontiert, egal ob im näheren Umfeld oder im Bekanntenkreis. Ständig wird uns bewusst, dass wir alle nur Menschen sind. Ständig wird mir bewusst, dass ich das Leid auf dieser Welt nicht verhindern kann.

Die Welt, die ich mir wünsche ist harmonisch. Menschen können darin leben, egal wen sie lieben, egal was sie glauben, egal wie sie aussehen. Es ist eine Welt voller Liebe. Aber, wenn ich mir die Welt so ansehe, so sind wir weit davon entfernt. Das macht mich unendlich traurig.

Mississippi Burning

They want me to say, „Let us not forget that two white boys also died helping negros help themselves.“ They want me to say, „We mourn with the mothers of these two white boys.“ But the state of Mississippi won't even allow these white boys to be buried in the same cemetary as this negro boy. I say, „I have no more love to give! I have only anger in my heart today, and I want you to be angry with me! That I am sick and I am tired, and I want you to be sick and tired with me! I-I-I am sick and tired of going to the funerals of black men who have been murdered by white men! And I-I am sick and tired of the people of this counrty who continue to allow these things to happen!“ What is an unalienable right if you are a negro? What does it mean, Equal Treatment under the law? What-what does it mean, Liberty and justice for all? Now I say to these people, „Look at the face of this young man, and you will see the face of a black man. But if you look at the blood shed, it is red! It is like yours! It is JUST… LIKE… YOURS!“

Mississippi Burning (

Da ich viel mit neuen (Web)-Technologien herumexperimentiere, habe ich auch einige Programme bei mir lokal installiert. «Apache» gehört ebenso dazu wie das allgegenwärtige relationale Datenbankmanagementsystem «MySQL».

Um mich jedoch ein wenig tiefer mit der Materie zu befassen – bisher ging die Konfiguration der jeweiligen Programme immer komfortabel über eine «GUI» wie sie beispielsweise «MAMP (Pro)» zur Verfügung stellt, habe ich mich entschieden, einen eigenen Server einzurichten.

Vorab sollte man sich über einige grundlegende Dinge Gedanken machen: Was sind die Ziele, was die Motivation? Wie möchte man das ganze realisieren (hängt letztlich auch von der nächsten Frage ab)? Wie viel Zeit (und Geld) will man investieren? Und was will ich damit letztlich (können/tun)?

Ziele & Motivation

In erster Linie geht es mir darum, meine «Skills» zu verbessern und mich mit neuen Betriebssystemen und Programmen auseinanderzusetzen. Ich verwende absichtlich keine «OOTB»-Lösung («Out-Of-The-Box») hierfür. Das hat zweierlei Konsequenzen zur Folge: Ich muss mehr «googlen» und experimentieren. Ersteres ist kein Problem. Letzteres umso spannender.

Wie realisieren?

Nachdem ich unter Punkt eins eine «One-Click»-Lösung ausgeschlossen habe, musste ich mir überlegen, wie ich das ganze bewerkstelligen wollte. Als kostengünstiges Grundgerüst bietet sich eine der zahlreichen «Linux»-Distributionen förmlich an. Aus meinem Studium kannte ich noch «OpenSuse» und auch im beruflichen Umfeld habe ich zumindest mit einem «OpenSuse»-Server zu tun. «YAST», das «etwas andere Setup Tool» von «OpenSuse» ist natürlich eines der «Highlights».

Trotzdem habe ich mich nach langem Überlegen für «Ubuntu Server x64» entschieden. Auch (aber nicht nur) weil es unter «Ubuntu» kein «Yast» gibt und ich so mehr arbeiten muss und lernen kann.

Nachdem ich nun also das Grundgerüst hatte, musste ich entscheiden wie ich das ganze umsetze. Dabei gab es für mich drei Möglichkeiten:

  • als virtueller Server (bspw. unter «OS X» mit «VMWare Fusion»),
  • als virtueller Server auf einem «Hypervisor» (bspw. «VMWare Sphere» oder «Microsoft Hyper-V Core»),
  • als physischer Server direkt auf entsprechender Hardware.

(Punkt 1 & 2 unterscheiden sich lediglich durch das Untergerüst in Form des «Hypervisors». Während bei Punkt 1 das ganze neben einem normalen Betriebssystem weiterläuft, gibt es bei Punkt 2 nur die virtuelle Maschine)

Während ich im Office auf Möglichkeit 1 setze um nebenbei mit einem Linux Server zu arbeiten, setze ich für mein Projekt auf die Möglichkeit 3. Im folgenden gehe ich auf die Gründe hierfür ein:

Als Grundlage dient mir ein «HP ProLiant Microserver» mit einer «Xeon E3» CPU, sowie 16 GB Ram und 4 1-TB-Festplatten («WD Red Edition»). Darauf würde – natürlich – auch ein Hypervisor, egal ob VMWare oder Microsoft, laufen. Für Virtualisierungen habe ich jedoch einen anderen Server im Auge der zugleich leistungs- und auch ausbaufähiger ist. Für die ersten Schritte genügt dieser Server hier vollauf.

Zeit & Geld

Eine entscheidende, jedoch nicht die wichtigste, Frage war für mich der finanzielle Aufwand: Ich wollte ein möglichst gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis für alle Komponenten. Sicherlich gibt es einfachere Möglichkeiten, einen Server zu betreiben. Man kann einen alten ausrangierten PC dafür nehmen und es muss nicht zwingend eine «Xeon»-CPU sein. Für mich war aber eine solide Hardwarebasis wichtig. Deshalb auch ein Markenprodukt wie der «HP ProLiant Microserver» (inkl. entsprechender Garantieerweiterung) und vier Festplatten, die für einen Server-Betrieb ausgelegt sind.

Die Hardware ist auch der einzige Punkt, die wirklich Geld kostet. Jeder, der einen alten PC hat, spart hier schon mal (je nach Konfiguration muss natürlich der Arbeitsspeicher und/oder der Speicherplatz aufgerüstet werden).

Da ich als Software auf «Open Source» setze und Linux verwende, habe ich hier keine Kosten. Zumindest nicht monetärer Art. Denn, wenn Probleme auftauchen muss ich selber Zeit aufwenden um diese zu lösen. So gesehen wird bei einer «Linux»-basierten Lösung «Zeit» als «Währung» eingesetzt. Aber immerhin ist der Lernfaktor deshalb um einiges höher.

Was ich noch einplanen musste: Wie viel Zeit wollte ich in dieses Projekt investieren? Was sollte es mir wert sein? Ich habe hier bewusst kein «Zeitmanagement» aufgestellt und auch bewusst die Stunden nicht aufgeschrieben. Denn, ansonsten wäre ich wahrscheinlich ziemlich frustriert gewesen… Manchmal kann die Fehlersuche ganz schön lange dauern…

«Nutzen»

Neben der Möglichkeit, mein Wissen zu erweitern, soll der linuxbasierte Server folgende Aufgaben/Features in meinem Office haben:

Entwicklungsplattform

  • Webserver auf Basis von «nginx» (schnellere Alternative zu «Apache 2»)
  • Datenbank mit «MariaDB» (Alternative zu Oracles «MySQL»)
  • Installation von PHP5 / Ruby on Rails / etc.

Kommunikation

  • Kommunikation mit dem Server via SSH
  • Mail-Server inkl. Weboberfläche
  • VPN Server und Gateway für andere Geräte
«Um es Liebe zu nennen, ist es zu gewaltig, um es Berechnung zu nennen, zu zerbrechlich.»

«Um es Liebe zu nennen, ist es zu gewaltig,
um es Berechnung zu nennen, zu zerbrechlich.»

— Inio Asano

Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen.

Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen.
Menschen müssen zu hassen lernen und wenn sie zu hassen lernen können,
dann kann Ihnen auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das
menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil. — Nelson Mandela

Seit einigen Tagen habe ich das «Bloggen» wieder für mich entdeckt. Nachdem ich mein «Kind» von alten Plugins befreit und das bereits liebgewonnene «Nilmini»-Theme der «Elmastudios» ein wenig renoviert habe, hat mich die Lust am Schreiben wieder gepackt. Und das soll sich dieses Jahr nicht mehr ändern. Ich werde wieder regelmässiger Texte veröffentlichen.

So gesehen ist 2012, inzwischen das 6. Jahr für mein Weblog, eine Art «Cut»: Ich werde vermehrt zu technischen, politischen oder kulturellen (Literatur, Musik, Film) Themen bloggen. Ganz persönliche Einträge werde ich künftig nicht mehr veröffentlichen. Kommt halt ganz auf die Thematik an…

Ich werde aber die bisherigen Einträge nicht löschen. Andere tun das, ich kann das nicht. Sie gehören zu diesem Blog wie die Erinnerungen zu einem Menschen und die kann man nur schwerlich wieder löschen.