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abhijit bossotto

personal thoughts in an impersonal world

MiNa live.

MiNa Live.

23. November 2007 – 20:30 Uhr, Kellertheater Brig.

 

Ich freue mich.

Manchmal.

Ich mache ja immer wieder die Erfahrung, dass es Leute gibt, die mich gerne beurteilen wollen. Die machen es sich dann ganz einfach und nehmen eine x-beliebige meiner – zugegebenermassen des öfteren – geäusserten Aussagen und (be-)werten mich dann. Eine legitime Sache eigentlich. Ich tue es ja genauso und im Gegensatz zu anderen, schaue ich nur auf Aussagen, die eine Person macht. Deren Aussehen ist mir eigentlich egal.

Peinlich wird die ganze Sache natürlich dann, wenn die betreffenden Leute selber so dämlich sind und ihre eigene «Dummheit» zur Schau stellen. Und noch peinlicher wird es, wenn ich es als Einziger bemerke. Mancher Tag ist einfach ein guter Tag.

Willkommen in der Hölle

Wie es wohl wäre, wenn man sein eigenes Leben aus der dritten Perspektive sehen könnte. Eine Art «Ich»-Movie – einfach ohne Effekte und natürlich ohne Make-up. Das wahre Leben halt. Wie wäre das wohl?

Wie würde man sich selber wahrnehmen? Man gibt den coolen Typen; die schwer «knackbare» Braut oder den arroganten Karriere-Typen, der keine Gelegenheit und kein Bett ungenutzt lässt, um auf der Karriereleiter einen vermeintlichen Schritt weiterzukommen; oder den abgehalfterten Callboy, der verzweifelt auf der Suche nach einer willigen Frau ist. Und wenn man sich selber sieht?

Dann sieht man einen Menschen, der eine Rolle spielt – und das nicht unbedingt immer preisverdächtig. Vielleicht würde man sich auch seiner selbst schämen, wenn man sehen würde, mit welchen Floskeln, Nichtigkeiten und Sprüchen man seine Umwelt nervt. Und wenn man sich dann selber sieht, vielleicht in «Slow Motion» würde man sich wohl auch fragen, was ist nur aus mir geworden. Was wurde aus den Kindheitsträumen, den Idealen, den Wünschen. 

Willkommen im Leben. Willkommen in der Hölle.