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abhijit bossotto

personal thoughts in an impersonal world

Kalte Dusche…

Hm, wo fange ich heute nur an? Okay… So vielleicht…

Entwarnung!

Mein Text von gestern war natürlich nicht als Abschied oder eine Suizid-Ankündigung zu verstehen. Auch zwischen den Zeilen nicht. Ich habe einfach meinen Gedanken freien Lauf gelassen. Was ich eigentlich öfters mal tun sollte, denn dann wären meine Texte länger und besser…

Heute bekam ich eine richtiggehend kalte Dusche. Ich hatte letztes Jahr die Gelegenheit, als PC-Kursleiter zu fungieren und dachte, ich könnte dies auch dieses Jahr wieder tun. Eigentlich hätte mich die Meldung, dass ich doch bitte den Schlüssel abgeben möge schon stutzig machen sollen. Und noch stutziger hätte mich wohl das heutige Mail machen sollen, in der ich gebeten wurde, meine Kursunterlagen abzugeben. Auf die Frage warum, bekam ich nicht wirklich eine klare Antwort.

Ich finde es ein wenig enttäuschend, dass man – nach fast einem Jahr der Zusammenarbeit – nicht einmal im Stande ist, miteinander zu reden, Probleme zu bewältigen.

Tja, jedenfalls arbeite ich nun nicht mehr als Kursleiter. Zugegeben, die Stelle hat mir gefallen, die Mitarbeiter auch und mit meinen Schülern kam ich bestens klar. Warum bin ich dann nicht so richtig traurig? Gute Frage…

Ich kann es mir nicht so recht erklären. Vielleicht, weil die Art, wie ich förmlich ab serviert wurde, mich nicht überrascht hat. Vielleicht aber auch, weil ich so etwas schon im Gefühl hatte. Nun ja…

Jedenfalls sieht man mal wieder, mit dem menschlichen Kapital, dem sog. „Human Ressources“ umgeht…

Lösung?

Seit längerer Zeit wird dies mein persönlichster und vermutlich für einige Zeit auch mein letzter Eintrag. Persönliche Gründe bewegen mich dazu und man möge verstehen, dass ich hierzu keine Auskunft geben möchte. Noch nicht. Keine Angst, mir geht es gut. Den Umständen entsprechend halt. Wie es einem so gehen kann, auf unserer guten alten Mutter Erde.

Es soll ja Leute geben, die eine bestimmte Sehnsucht nach dem baldigen Ende ihres Lebens verspüren. Ich gehöre ebenso zu dieser kleinen, meist unscheinbaren und doch allgegenwärtigen Gruppe. Einige erfüllen sich ihre Sehnsucht und benutzen dazu mehr oder weniger geeignete Mittel und Wege. Manchmal klappt es. Ab und zu jedoch nicht. Und manchmal bereut man es auch, kurz vor dem „finalen Schuss“.

Und dann fangen sie an. Die Gerüchte. Die hinter vorgehaltener Hand verbreiteten „Wahrheiten“ und „Infos“, die man aus den einen oder anderen allwissenden „Quellen“ vernommen hat. Einiges stimmt vielleicht, das meiste nicht und so dient es – wie so vieles im Leben – nur dem Amüsement der Neugierigen. Verdammt.

Und dann kommt sie. Die Zeit der Fragen. Nach dem Warum. Dem Wieso. Und bald einmal machen alle Fragen der unauslöschlichen Tatsache Platz, dass man es ohnehin niemals erfahren würde. Einige zerbrechen daran. Andere nicht. Einige können ihren Schmerz verbergen. Andere nicht. Manche suchen. Manche finden nichts. Verzweiflung.

Die Sehnsucht ist da, ja. Man kann sie nicht abstreiten. Für einige ist sie krank, gar schon pervers. Andere können – wenn auch nur in ihren tiefsten, totgeschwiegenen Gedanken – einigermassen mitfühlen. Die grosse Masse kennt es. Irgendwo kennt jeder jemanden, der es getan hat. Irgendwann einmal. Und doch haben viele Mühe damit. Abstand.

Das Leben endet im Tod. Für einige beginnt es erst da. Für die allermeisten endet es da. Den Tunnel mit dem Licht gibt es wohl nicht. Es gibt wohl nur eine Abzweigung, vor der man dann, vielleicht mit einem Loch im Kopf, steht. Leben. Tod. Wie man sich entscheidet, weiss man nicht.

Und vielleicht ist es gerade die Erlösung, die eine Todessehnsucht herbeiruft. Man muss keine Entscheidungen mehr treffen und kann sich – bildlich gesprochen – endlich ausruhen. Ein schöner Gedanke. Einige verstehen das. Andere nicht. Es gibt sogar Religionen, die nennen sowas „Sünde“. Früher hat man solche Menschen nicht einmal auf dem Friedhof begraben.

Feiglinge. Nein, Feiglinge sind es nicht. Jeder hat für sich entschieden.

Tragisch. Tragisch, dass man in unserer Zeit zu solchen „Lösungen“ greifen muss, wenn man nicht mehr genug Atem zu Leben, nicht mehr genug Liebe zum Leben, nicht mehr genug Sinn zum Träumen hat…

Österreichisches Mordattentat… *g*

Christian hat mal wieder nach mir geworfen…

1. Wann stehst Du zur Arbeit auf?
Um 04:00 Uhr. Dann geht meine Squeezebox an. Entweder läuft Queen oder irgendetwas Jazz. Und da ich erst um 06:00 Uhr aufstehen muss, geniesse ich erst mal einige Stunden ganz für mich alleine und mache mir so meine Gedanken über alles mögliche.

2. Stehst Du rechtzeitig auf oder bleibst Du bis zur letzten Minute liegen?
Das ergibt sich aus Frage 1. Ich stehe sehr, sehr, sehr pünktlich auf…

3. Wie viele Wecker hast Du?
Zwei. Squeezebox und innere Uhr.

4. Machst Du Frühsport?
Nein.

5. Frühstückst Du? Wenn ja, was?
Früher trank ich jeden Morgen ein Glas Milchschokolade (Ovo, oder Nesquick). Jetzt nix mehr.

6. Wie fährst Du zur Arbeit?
Mit Bus und nochmals mit Bus. Jaja, der öffentliche Verkehr…