Beiträge gettagt mit Leben
Von Dummen und so.
10. Mrz
Tja, das Leben ist nicht wirklich einfach. Okay, man kann natürlich mit geschlossenen Augen und verstopften Ohren durch die Welt straucheln wie ein Elefant im Porzellanladen. Dieser würde aber zumindest versuchen, so schnell wie möglich wieder aus der Gefahrenzone zu verschwinden – natürlich mit Kolateralschäden zuhauf. Aber immerhin: ein Ende mit Schrecken.
Der Homo Sapiens, der «weise, kluge Mensch» (siehe auch: Wikipedia-Artikel) , hingegen ist sich nicht zu schade, selbst den grössten Unsinn in einer Überzeugtheit zu erzählen, die schon beinahe an Arroganz grenzt. Die eigene Blödheit wird schlichtweg ausgeblendet und durch vermeintliches «Wissen» ersetzt. Tja, so blind müsste man sein.
Aber natürlich ist das Leben nicht so, dass man «Blödheit» und «Weissheit» direkt erkennt. Leider ist es bisher biologisch noch nicht möglich, auf der Stirn gewisser Zeitgenossen eine rote Leuchtdiode zu implantieren, die – immer wenn mal wieder das Hirn aus- und der Mund eingeschaltet wird – blinkt. Wahrscheinlich hätten dann einige Flugzeuge Probleme, die passende Landebahn zu finden…
Gewiss, ich habe mit vielen Menschen zu tun, die das Ding, das zwischen ihren Ohren sitzt und die Leere in ihrem Kopf ausfühlt, nicht benutzen; aber manchmal frage ich mich schon, wie diese Leute gelernt haben, aufrecht zu gehen. Was wäre denn dann der Unterschied zu unseren haarigen Freunden, die wir uns immer mal wieder im Zoo ansehen und dabei denken, wie verschieden wir doch eigentlich sind?
Nein, ich denke nicht, dass Dummheit/Blödheit eine Frage der Vererbung ist. Es ist schlichtergreifend blosse Faulheit. Die Faulheit, selber zu denken, selber mitzudenken und last but not least: Den eigenen Verstand zu gebrauchen.
Um zurück zum Elefanten zu kommen, den ich eingangs bemüht habe (er möge mir das hoffentlich verzeihen!). Ein Elefant vergisst nie. Wer ihn einmal geschlagen, getreten – kurz verletzt – hat, den vergisst er nie wieder. Er lernt aus seinen Fehlern.
Was die sanften Riesen können, sollte doch eigentlich auch für einen Menschen möglich sein. Aber nein, natürlich nicht. Es wäre ja auch zu schön.
Man kann geteilter Meinung sein, man kann andere Einstellungen toll finden und man kann natürlich sein Leben nur den schnöden Dingen widmen und sicherlich gibt es auch einige Talkshows auf Privatsendern, die sich dafür interessieren und ein anständiges Honorar bezahlen, damit man sich auch ja wieder den täglichen Alkohol einfüllen kann.
Aber meistens begnügen sich solche Zeitgenossen ja nicht mit alltäglich ausgestrahlten, beinahe trivialen Sendungen und Sendeplätzen. Sie lieben es, andere Menschen zu nerven, ihnen die Zeit zu stehlen und sie mit Nichtigkeiten zu belästigen.
Dabei verwechseln sie meistens Niveau mit Arroganz und Stil mit Primitivität.
Schade. Aber die Dummen sterben wohl nie aus.
Kleine Notiz.
01. Jan
Das neue Jahr hat begonnen und eigentlich wäre dies – zumindest für mich – keines Eintrages würdig. Ich habe mir einige Dinge vorgenommen und hoffe, diese in diesem Jahr in die Tat umzusetzen. Eigentlich sind es nur drei Vorsätze, aber immerhin.
Meine Operation verlief gut und so hoffe ich, dass ich nun endlich schmerzfrei leben und vor allem arbeiten kann. Ich habe mir vorgenommen, im neuen Jahr – dies ist von meinen Vorsätzen ausgeklammert – mehr Zeit fürs Schreiben zu investieren. Ich habe viele Geschichten im Kopf, die ich gerne zu Papier bringen möchte.
So und so.
17. Dez
Es gibt Leute, die finden es schön und "cool" sich über ihr – zumeist halt nicht vorhandenes – Sex- und Liebesleben auszulassen. Nun gut, dafür gibt es ja unzählige Talkshows im TV und für manche ist wohl das die einzige Möglichkeit, die berühmten 15 Minuten Ruhm zu geniessen.
Andere erzählen und prahlen damit – unabhängig von Sendung, Raum, Zeit oder Ort und finden dies natürlich prima.
Ich nicht.
Jetzt mag man mich altmodisch, spiessig oder einfach nur verklemmt nennen. Aber es ist nicht nur nervend, sondern schlicht auch respektlos, wenn man mit solchen Themen spielt wie ein kleines Kind mit einer geladenen Pistole. Aber eben, die Zeiten ändern sich…
Abhijit geht offline.
05. Nov
Ich habe mich bereits seit längerem mit dem Gedanken beschäftigt. Und nun habe ich ihn – zugegebenermassen einige Tage früher als geplant – auch umgesetzt. Ich bin ab sofort nicht mehr in irgendwelchen Messenger-Programmen anzutreffen.
Das tue ich natürlich nicht einfach so. Ich habe beschlossen, mein Leben zu ändern, nicht mehr (zu)viel Zeit meinem Leben in der virtuellen Welt zu schenken. Ich habe noch einen Haufen Bücher, der gelesen werden will, habe noch so viel Musik zu hören und noch so einige Dinge zu entdecken. Dann werde ich auch mehr Zeit für mein Weblog haben und natürlich für all meine Projekte.
Ich weiss, dass sich jetzt einige vor den Kopf gestossen fühlen müssen. Und diejenigen können auch ruhig sauer auf mich sein.
Wer mich kontaktieren will, kann das jederzeit über Mail oder SMS tun. Ja, ich lebe noch. Ich bin mitten drin.
Zytlupe» von Gisela Widmer
30. Okt
Heute kam meine vergangene Woche bestellte CD von Gisela Widmer. Gisela Widmer war lange Zeit für das Schweizer Radio (DRS) als Auslandskorrespondentin tätig und in dieser Funktion u. a. auch elf Jahre lang in London. Aufmerksam wurde ich auf die «Stimme aus London» vor allem durch ihre göttlichen Kolumnen im Rahmen der «Zytlupe», humoristischen Betrachtungen über das Leben, welche sie jeweils persönlich am Radio mit ihrer rauen Stimme vortrug und welche mir immer wieder ein Schmunzeln auf die Lippe zauberten.
Nun sind also – leider nur – zwölf ihrer besten Kolumnen auf CD erschienen, die ich mir, wie eingangs erwähnt, nun bestellt habe. Vor einem kleinen Publikum trägt sie diese nun vor, spielt mit ihrer Stimme und zieht die Zuhörer – und mich – in ihren Bann von kleinen Nichtigkeiten, Aufmerksamkeiten und Kuriositäten.
Inzwischen habe ich sie mir natürlich sofort auf den PC geladen um sie auch auf meinem Ipod zu hören. Es ist manchmal doch auch schön, etwas zum Schmunzeln zu haben. Und Gisela Widmer ist in der heutigen Zeit der Oliver Pocher – der so genannten Z-Promis – ein kleiner Lichtblick, welcher mit feinem Humor zu unterhalten weiss.
Wer sich ein wenig über Gisela Widmers Arbeit informieren möchte, kann dies am besten auf ihrer schlicht gestalteten und dennoch sehr informativen Webseite tun: www.giselawidmer.ch