Das Geld regiert ist Mittlerweilen ein offenes Geheimnis. Wir in einer Zeit, in der man für Geld (fast) alles bekommen kann. Angefangen über käufliche Liebe bis zu käuflichen Politikern kann sich heute jeder, vorausgesetzt er hat das nötige Kleingeld, sehr viel erlauben …

Emotionen und zwischenmenschliche Beziehungen prägen auch heute unser . Vielleicht sind sie sogar lebensnotwendig geworden. Durchaus verständlich, in einer allzu anonymen Zeit, in welcher leider nur noch die Leistung und das Produkt, nicht aber der Mensch zählt, der diese erbringt.

Ist es da erstaunlich, wenn sich viele zu fragen beginnen, ob dies das wahre ist? In dieser Situation beschliessen sehr viele Personen, ihr zu ändern oder einen anderen Weg einzuschlagen. Manche entscheiden sich aber auch für den letzten, den endgültigen Schritt: Sie beschliessen, sich das zu nehmen.

Wenn ein Mensch stirbt, ist das schon traurig genug. Geschieht es aber durch eigene , stehen die Angehörigen noch ohnmächtiger da. Sie können es, verständlicherweise, nicht begreifen und einen “Grund” dafür suchen sie vergebens. Manche hinterlassen einen Abschiedsbrief, andere gehen ohne eine Andeutung, ohne ein Wort des Abschieds aus dem

“Feiglinge” werden sie von den Einen genannt und “Kranke” von anderen. In jedem Fall gibt ein Suizid-Fall immer viel zu reden und bald nachdem bekannt wurde, dass wieder jemand gestorben ist, wird heftig “getratscht” und die Gerüchteküche brodelt. Die wahren Gründe für ein solches Tun bleiben in den meisten Fällen im Dunkeln …

Der Suizid ist nicht ein Phänomen unserer heutigen Gesellschaft. Schon zu allen Zeiten haben sich das genommen. Früher hat man weniger darüber gesprochen und man tabuisierte das Ganze einfach. Heute ist es einfacher darüber zu sprechen. Die Trauer ist aber geblieben.

Gibt es eine “Lösung” für dieses Phänomen? Kann man den Suizid endgültig aus unserem und unserem Vokabular verbannen? Ich glaube, auch Generationen nach uns werden sich mit diesem “Problem” beschäftigen. Was können wir also tun?

muss endlich wieder menschlicher werden, damit die etwas haben, woran sie sich halten können und sei es auch nur ein guter Freund – manchmal ist das das Einzige, was einem am erhält …

Original erschienen am 24.05.01

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